Private Krankenversicherung (PKV) Kann ich mich privat versichern ?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.
Je nach Beruf und Verdienst gibt es nämlich unterschiedliche Regelungen :

Arbeitnehmer

Wie hoch ist Ihr Bruttoeinkommen?
Sie können nur dann in eine private Krankenversicherung wechseln, wenn Ihr
Jahres  einkommen über der gültigen Verdienstgrenze (z.Zt.
45.900
Euro) liegt.
Umgerechnet auf das monatliche Einkommen entspricht das
3.825
Euro.

Beachten Sie, dass auch 13. und 14. Monatsgehälter mitzählen.
Sie können sich also auch privat versichern, wenn Sie z.B. bei
13 Gehältern monatlich im Durchschnitt
3.531
Euro verdienen.
Selbständige und Freiberufler

können sich ohne Einschränkungen immer privat versichern.
Ärzte, Zahnärzte und Veterinäre

haben natürlich - wie alle anderen Freiberufler auch - die Möglichkeit, sich über eine
private Krankenversicherung zu versichern. Einige PKV-Gesellschaften bieten dabei spezielle, sehr interessante Arzt-Tarife an.
Beihilfeberechtigte (Beamte)

können sich privat versichern, ohne dass irgendwelche Einschränkungen beachtet werden müssen. Fast jede Privatversicherung hat für Beamte besondere Beihilfe-Tarife.
Studenten

sind (sofern die Eltern in einer gesetzlichen Kasse versichert sind) bis zum 25. Geburtstag kostenlos über die sog. Familienversicherung mitversichert. Danach können Sie sich gegen einen monatlichen Beitrag von z.Zt.
53,59
Euro weiterhin gesetzlich versichern.

Spätestens aber mit erreichen des 30. Geburtstags bzw. mit Abschluss des 14. Semesters hebt die gesetzliche Krankenkasse die Beiträge stark an. Von da an müssen Sie pro Monat etwa
111,-
Euro (je nach Kasse leicht unterschiedlich) zahlen.

Eine private Krankenversicherung ist oft dann die bessere Wahl. Manche Gesellschaften bieten dann speziell für Studenten sehr günstige Tarife.

Hier finden Sie einen Online-Vergleich sowie ausführliche Infos zum Thema private Krankenversicherung Studenten.
Doch egal, welcher Berufsgruppe Sie angehören ...

Eine Hürde ist immer zu nehmen: Die Gesundheitsfragen.

Jede private Krankenversicherung möchte sich ein Bild über Ihre Gesundheit machen. Dazu werden Ihnen bei Antragstellung einige Fragen gestellt. 
Sind gravierende, nicht ausgeheilte Erkrankungen vorhanden, kann die Versicherung einen Risikozuschlag verlangen, einzelne Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausschliessen, oder den Antrag auch ganz ablehnen.

Aber nicht jede Gesellschaft beurteilt die Risiken gleich.

Hier lohnt es sich zu wissen, welche Gesellschaft bei welcher Erkrankung günstige Annahmerichtlien hat.
Übrigens :
Wegen später auftretender Erkrankungen können weder die Beiträge steigen, noch kann es irgendwie zu Leistungsausschlüssen oder zu Beitragszuschlägen kommen.
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